Spielpädagogik im Zyklus 1 F26.001
| Nummer: | PLU.BW01.05-KU.F26.001 |
|---|---|
| Veranstalter: | PLU.Fach und Unterricht |
| Leitung: | Lucia Amberg |
| ECTS-Punkte: | 1 |
| Datum: | 26.02.2026 - 28.05.2026 |
| Raum: | kein Raum / SE 108 / SE 215 |
| Unterrichtssprache: | Deutsch |
| Weitere Informationen: |
Ziele und Inhalte
In der Vorlesung „Spielpädagogik im Zyklus 1“ stehen die theoretischen Grundlagen für das Lernen im Spiel, also dem impliziten (unbewussten) und inzidentellen (beiläufigen) Lernen im Zentrum. Darauf aufbauend wird anhand des spielpädagogischen Förderkreises eine Spielsituation geplant und im Rahmen der Praxisphase Schuleingangsstufe auf der Basisstufe umgesetzt.
Die Studierenden setzen sich damit auseinander, wie Spielen und Lernen zusammenhängen und wie kompetenzorientiertes Spielen im Zyklus 1 geplant, gestaltet, begleitet und dokumentiert wird.
Schwerpunkte:
.Lerntheoretische und entwicklungspsychologische Aspekte des Kindes im Zyklus 1 (inklusive Vertiefung von Aspekten der VL im 2. Semester): Arbeitsgedächtnis, implizites und explizites Lernen, inzidentelles Lernen, metakognitive Prozesse, Entwicklung des Selbstkonzepts, magisches Denken, Überoptimismus, Entwicklungsaufgaben usw.
.Spieltheoretische Grundlagen des Lernens im Spiel: Bedeutung des Spielens für das Lernen des Kindes, Lebensweltbezug und Selbstbezug bei Spieltätigkeiten, Spieldefinition, Spielentwicklung, Spielformen
.Didaktik des Spiels: Spielpädagogische Handlungsfelder zwischen Steuerung und Initiierung, Merkmale kompetenzfördernder Spieltätigkeit des Kindes, Methoden der Spielbegleitung, Kriterien für eine lernförderliche Spielsituationsgestaltung
.Überzeugungen von Lehrpersonen zum Lernen im Spiel
.Spielpädagogischer Förderkreis
Folgende Kernkonzepte werden bearbeitet: «Lernen im Spiel», «Spielbegleitung», «Spielsituationsgestaltung», «Spieltätigkeit», «Kinderorientierung».
Lehr- und Lernformen
Vorlesung und Coaching, Lektüre
Form des Leistungsnachweises
Besuch des Coachings mit bereits substanziell ausgefülltem Vorbereitungsraster für die Spielsituation (inkl. Concept-Map) und dem Formular "Fragen fürs Coaching". Die Überlegungen, die in die Bearbeitung des Vorbereitungsrasters eingeflossen sind, sind Ausdruck der Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesungen. Die Studierenden können theoretische und konzeptionelle Bezüge herstellen und sie im Rahmen der Planung der Spielsituation konkretisieren.
Modalitäten der Repetition
Überarbeitung des Vorbereitungsrasters (2. Chance) bzw. mündliche Prüfung über die Vorlesung (3. Chance).
Obligatorische Literatur bzw. Medien
Folgendes Buch gilt es anzuschaffen (ist im Studiladen für Sie bestellt):
Bürgi, Luzia und Amberg, Lucia (2023). Kompetenzorientierte Spielsituationen. Planen, gestalten, begleiten, dokumentieren. Bern:hep-Verlag
Weitere Lektüre ist auf Moodle abgelegt, ebenfalls finden sich dort aktuelle Literaturhinweise.
Mögliche Einstiegsliteratur:
Campana Schleusener, S. (2009). Kinder unterstützen Kinder. Profi-L 3/09, 18-19.
Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK). Lehrplan 21: Grundlagen. Luzern: D-EDK
Geschäftsstelle. www.lehrplan.ch
Ehm, J.-H., Lonnemann, J., Hasselhorn M. (2017). Wie Kinder zwischen vier und acht Jahren lernen. Stuttgart:
Kohlhammer
Hasselhorn, M. (2011). Lernen im Vorschul- und frühen Schulalter. In F. Vogt, M. Leuchter, A. Tettenborn, U.
Hottinger, M. Jäger & E. Wannack (Hrsg.), Entwicklung und Lernen junger Kinder (S. 11–21). Münster: Waxmann.
Hauser, B. (2021). Spiel in Kindheit und Jugend. Der natürliche Modus des Lernens. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt
Hauser, B. (2021). Spiel in Kindheit und Jugend. Der natürliche Modus des Lernens. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.
Heimlich, U. (2015). Einführung in die Spielpädagogik. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.
Heinze, S. (2007). Spielen und Lernen in Kindertagesstätte und Grundschule. In C. Brokmann-Nooren, I. Gereke,
H. Kiper & W. Renneberg (Hrsg.), Bildung und Lernen der Drei- bis Achtjährigen (S. 266–280). Bad Heilbrunn:
Julius Klinkhardt.
Herger, K. (2017). Spiel- und Lernbegleitung. Offene Unterrichtssequenzen im Kindergarten und in der Unterstufe
(S. 22–26). Bern: hep.
Krammer, K. (2010). Individuelle Lernunterstützung im Unterricht mit 4- bis 8-jährigen Kindern. In M. Leuchter
(Hrsg.), Didaktik für die ersten Bildungsjahre: Unterricht mit 4- bis 8-jährigen Kindern (S. 112–127). Zug: Klett und
Balmer Verlag.
Mogel, H. (2008). Psychologie des Kinderspiels. Heidelberg:Springer
Rechsteiner, K. & Hauser, B. (2012). Geführtes Spiel oder Training? Förderung mathematischer
Vorläuferfertigkeiten. Die Grundschulzeitschrift, 26(258/259), 8–10.
Wullschleger, A. (2017). Individuell-adaptive Lernunterstützung im Kindergarten. Eine Videoanalyse zur
spielintegrierten Förderung von Mengen-Zahlen-Kompetenzen (S. 125–131). Münster: Waxmann.
Wullschleger, A. & Stebler, R. (2015). Individuelle Lernunterstützung bei Regelspielen. In B. Hauser, E.
Rathgeb-Schnierer, R. Stebler & F. Vogt (Hrsg.), Mehr ist mehr. Mathematische Frühförderung mit Regelspielen
(S. 38–45). Seelze: Klett-Kallmeyer.
Voraussetzungen für die Teilnahme
Besuch des Mentorats 4 (gekoppelt mit Transferaufgabe in das Halbtagspraktium Basisstufe).
Präsenzpflicht
Die Vorlesung findet nur an fünf Terminen statt (die ersten fünf Wochen im Semester, also am 26. Februar, 5. März, 12. März, 19. März, 26. März). Die Vorlesungen beinhalten auch interaktive Teil, daher ist ihr Besuch vor Ort verpflichtend. Die Vorlesungen bieten Grundlage für die Vorbereitungsarbeiten einer Spielsituation. Die Umsetzung der Spielsituation erfolgt im Rahmen der Praxisphase Schuleingangsstufe auf der Basisstufe und ist Teil einer Transferaufgabe.
Im Rahmen der Vorlesung muss verpflichtend ein Coaching besucht werden (zur Vorbereitung der Spielsituation, gemeinsam mit dem Tandem). Die Einschreibung zum Coaching erfolgt via Moodle. Die Organisation und das Zusammenspiel mit dem Mentorat wird an der ersten Vorlesung erläutert.
Ergänzungen
Hinweis zu den verpflichtenden Coachings zur Vorlesung: Die Termine für die Coachings (ca. ab der 5. Semesterwoche) werden rechtzeitig bekanntgegeben. Die Einschreibung wird von den Studierenden vorgenommen, die Liste mit der Zuteilung wird auf Moodle abgelegt.
