Sprechen und Zuhören – Mündlicher Deutschunterricht H25.001

Nummer: PLU.DE01.09-S1.H25.001
Veranstalter: PLU.Fach und Unterricht
Leitung: Daniel Rosskopf
ECTS-Punkte: 2
Datum: 11.09.2025 - 11.12.2025
Raum: UP 2.B01
Unterrichtssprache: Deutsch
Weitere Informationen:
Teilmodulbeschreibung
Leistungsnachweisbeschreibung / zusätzliche Dokumente
Leistungsnachweis DE 01.09: Auszug aus der Modulbroschüre

Ziele und Inhalte

Im Teilmodul «Sprechen und Zuhören - mündlicher Deutschunterricht» stehen Konzeption des mündlichen Deutschunterrichts und der mündlichen Kompetenzen im Zentrum. Auf dieser Basis werden monologische und dialogische Formen des Sprechens und Zuhörens, Kommunikationsformen in der Klasse, prinzipielle mediale und konzeptionelle Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit thematisiert.
Zudem werden zentrale Aspekte besprochen, die es bei der Planung einer Unterrichtssequenz im Fach Deutsch zu beachten gilt. Die Studierenden können ihr erworbenes Wissen zu Konzepten des Deutschunterrichts und zum Aufbau von Kompetenzen in eine Unterrichtsanalyse und -planung einfliessen lassen und im Idealfall für ein nachfolgendes Praktikum nutzen. Ebenso werden sie ihre Überlegungen präsentieren und argumentativ vertreten. Das Teilmodul verbindet damit das fachwissenschaftliche Feld der mündlichen Kommunikation mit dem fachdidaktischen des (mündlichen) Deutschunterrichts und dem Berufsfeldbezug der Unterrichtsplanung und -analyse.

Das Teilmodul «Sprechen und Zuhören - mündlicher Deutschunterricht» bereitet auf folgende Handlungsfelder gemäss dem Referenzrahmen der PH Luzern vor:

A) Aufbau einer tragfähigen Beziehung mit den Schülerinnen und Schülern
B) Gestalten und Führen einer Klassengemeinschaft
D) Bereitstellen von Lerngelegenheiten
E) Begleiten und Beurteilen der Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler

Dieses Teilmodul dient vor allem dem Aufbau folgender Professionskompetenzen:

1) Kompetenz zur Unterrichtsplanung
2) Kompetenz zur Gestaltung eines kompetenzorientierten, verstehensorientierten und motivierenden Unterrichts
4) Diagnose- und Beurteilungskompetenz
8) Reflexionskompetenz

Es fokussiert dabei folgenden Kompetenzaspekt
02) Kommunikative Fähigkeiten

Folgende Ziele und Inhalte sind damit verbunden:

1. Die Studierenden kennen und verstehen die wesentlichen Konzepte des mündlichen Deutschunterrichts wie die folgenden:

- Die Studierenden …
• erklären, wie Sprech- und Gesprächskompetenzen bzw. Teilkompetenzen wie Erzählen, Vorlesen, Diskutieren, Hörverstehen und Hör-Sehverstehen gefördert werden können.
• vermitteln a) einen Überblick über wissenschaftliche und fachwissenschaftliche Grundlagen des Kompetenzbereichs: Dazu erläutern sie Konzepte und konkretisieren diese, indem Sie b) Beispiele aus Schweizer Sprachlehrmitteln hinzuziehen und aufzeigen, wie die Teilkompetenzen aufgebaut und gefördert werden können.
- Sie kennen die wesentlichen Fachbegriffe sowie Fachkonzepte (Modelle mündlicher Sprachkompetenzen, Konzepte für den mündlichen Deutschunterricht).
- Sie kennen Aufbau und Angebote des Lehrplans, der Lehrmittel und von Lehrmaterialien insbesondere zur Förderung mündlicher Kommunikationsfähigkeiten von Schülerinnen und Schülern mit heterogenen sprachlichen Hintergründen.
- Sie kennen angemessene monologische und dialogische Formen für die Förderung von Sprechen und Zuhören, Kommunikation und Metakommunikation im Einsatz auf der Sekundarstufe I und die übergreifenden Prinzipien des Sprachlernens.
- Sie können in einem sprachbewussten Unterricht zwischen dem Spracheinsatz als Medium des Unterrichtens und Sprache als Unterrichtsgegenstand im Deutschunterricht unterscheiden.
- Sie kennen die wesentlichen Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit (konzeptionell und medial) und können deren Bedeutung für den Deutschunterricht aufzeigen.
- Sie können die Fach- und Unterrichtskonzepte so anwenden, dass sie individuelle Lernvoraussetzungen von Schülerinnen und Schülern in Bezug auf die Lernziele klären, deren mündliche Sprachhandlungen zielorientiert beobachten und beurteilen sowie ihnen ein förderorientiertes, wirksames Feedback geben.
- Sie können selbstständig Themen aus Fachliteratur erarbeiten und in Gruppen besprechen, in Diskussionen für ihre Position argumentieren, ihre Ergebnisse und Schlussfolgerungen andern präsentieren und sich gegenseitig Feedback geben. Sie reflektieren dabei ihren eigenen Spracheinsatz als Medium.

2. Die Studierenden können aktivierende Unterrichtsarrangements entwickeln, die mündliche Kommunikationsfähigkeiten gezielt fördern. Sie können Deutschunterricht planen und analysieren, um flexibel genug zu werden, ihn zielgerichtet und adaptiv in ihrem nachfolgenden Praktikum umzusetzen. Dies zeigt sich in folgenden Punkten:

- Die Studierenden können eine kompetenzorientierte Performanzsituation im Rahmen der Erstellung der Unterrichtseinheit entwerfen, durchführen und begründet präsentieren sowie ein differenziertes Kriterienraster zur Leistungsbeurteilung entwickeln und erläutern.
- Sie können Unterrichtsideen zur Förderung von Sprachkompetenzen entwickeln und den Deutschunterricht so gestalten, dass die Prinzipien des Sprachlernens umgesetzt werden.
- Sie können Sprachhandlungen und Sachthema eines Unterrichtsarrangements analysieren, die spezifischen Anforderungen von unterschiedlichen Sprech- und Gesprächssituationen für einzelne Schülerinnen und Schüler beschreiben, deren Bedeutung im Rahmen des gesamten Deutschunterrichts aufzeigen.
- Sie können auf der Basis dieser Analyse eine Unterrichtsplanung für ein allenfalls nachfolgendes Praktikum erstellen, welche die wesentlichen Konzepte des Deutschunterrichts umsetzt.
- Sie können einander ihre Analysen und Planungsüberlegungen sowie ihre entsprechenden didaktischen Überlegungen in Gruppen gegenseitig präsentieren und argumentativ vertreten.
- Sie können einander ein konstruktives und förderorientiertes Feedback geben. Sie reflektieren dabei ihren eigenen Spracheinsatz als Medium.


Lehr- und Lernformen

Neben Inputs und gesteuerten Austausch- und Reflexionsphasen an den Vor-Ort-Terminen arbeiten die Studierenden an zwei Aufträgen, die zum Leistungsnachweis gehören:
- Erarbeiten eines Posters zu einer Teilkompetenz der Sprachhandlungen "Sprechen und Zuhören" (Gruppenarbeit)
- Entwerfen einer kompetenzorientierten Performanzsituation im Rahmen der Erstellung einer Unterrichtseinheit sowie eines zugehörigen differenzierenden Kriterienrasters (Partnerarbeit)
Beide Aufträge werden in einer Veranstaltung den Mitstudierenden präsentiert und einer kritischen Diskussion zugeführt.

Form des Leistungsnachweises

Der Leistungsnachweis besteht aus zwei Teilen - einem schriftlichen Teil, der Elemente einer Grobplanung beinhaltet - und einem mündlichen Teil, in welchem eine Performanzsituation entworfen, durchgeführt und begründet präsentiert wird.

Modalitäten der Repetition

Die schriftliche Arbeit kann überarbeitet werden.
Die mündliche Präsentation kann wiederholt werden, eventuell nicht mehr in Gruppen.

Obligatorische Literatur bzw. Medien

- Honnef-Becker, Irmgard & Kühn, Peter (2019). Sprechen und Zuhören im Deutschunterricht: Bildungsstandards - Didaktik - Unterrichtsbeispiele (1. Edition.). Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Lindauer, Thomas & Senn, Werner (2015). Die Sprachstarken 8. Deutsch für die Sekundarstufe I. Begleitband mit Zusatzmaterial auf CD-ROM. Baar: Klett und Balmer (S. 222-230)

Präsenzpflicht

Es sind grundsätzlich 9 Präsenz-Veranstaltungen vorgesehen. (Woche 46: Vorbereitungswoche für das Profilpraktikum: keine Lehrveranstaltung. Wochen 47 und 48: Präsentationstermine. Obligatorische Präsenz (inkl. Präsentation) an einem der beiden Termine).
Gemäss 80%-Präsenzregel darf an einem Termin gefehlt werden.