Mentorat & Förderdiagnostik A H25.222
Nummer: | PLU.BE01.01-HP.H25.222 |
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Veranstalter: | PLU.Schulische Heilpädagogik |
Leitung: | Laura Aeschbacher |
ECTS-Punkte: | 4 |
Datum: | 02.09.2025 - 02.12.2025 |
Raum: | SE 123 |
Unterrichtssprache: | Deutsch |
Weitere Informationen: |
Ziele und Inhalte
KURZBESCHRIEB:
Das übergreifende Ziel der Mentoratsveranstaltungen liegt darin, die Studierenden beim Transfer von Inhalten aus den Seminarveranstaltungen auf ihren eigenen Berufsalltag zu unterstützen. Hierbei wird besonderes Gewicht auf die folgenden vier Schwerpunkte gelegt:
1) Förderdiagnostik: Die Studierenden erhalten im ersten Semester eine Einführung ins förderdiagnostische Arbeiten. Anhand eines eigenen Fallbeispiels führen sie einen förderdiagnostischen Zyklus nach FUTURE ein erstes Mal durch.
2) Schul- und Unterrichtsentwicklung: Die Arbeit Schulischer Heilpädagog:innen ist stets in grössere gesellschaftliche Zusammenhänge eingebunden und untrennbar mit sozialen, kulturellen und politischen Entwicklungen verknüpft. Um in einem sich wandelnden Umfeld handlungssicher agieren zu können, ist es zentral, sich dieser Kontexte bewusst zu sein und sie im eigenen pädagogischen Handeln zu reflektieren. Das Modul eröffnet dazu vielfältige und systemische Perspektiven auf heil- und sonderpädagogische Professionshandeln.
3) Transfer aus Themenbereichsmodulen: Im Mentorat wird regelmässig darüber reflektiert, wie das in den Themenbereichsmodulen erworbene Fachwissen im eigenen Berufsalltag wirksam werden kann.
4) Arbeit am beruflichen Selbstverständnis: Im Verlaufe des gesamten Studiums wird immer wieder über das berufliche Selbstverständnis reflektiert. Im ersten Semester liegt dabei der Fokus auf der Auseinandersetzung mit dem eigenen heilpädagogischen Berufsfeld und dem damit verbundenen Professionsverständnis.
ZENTRALE KOMPETENZEN:
SO.02.01 - Integrativen / inklusiven und ressourcenorientierten, gemeinsamen Unterricht gestalten: Ich (an-)erkenne die vielfältigen Lebenswelten, Lernvoraussetzungen und -bedingungen der Schüler*innen unter Berücksichtigung verschiedener Dimensionen der Diversität und der Intersektionalität bei der Unterrichtsgestaltung. Ich kann Methoden und Instrumente adaptiv und situativ einsetzen, um die Diversität der Schüler*innen als Ressource zu nutzen und Ungleichheiten / Benachteiligungen zu überwinden. Ich setze Massnahmen zur Sicherung der Chancengerechtigkeit
und Nichtdiskriminierung im Unterricht und für die Unterrichtsentwicklung ein.
SO.08.01 - Eigene Haltungen, Prägungen und Wahrnehmungen reflektieren und im professionellen Kontext weiterentwickeln: Ich kann meine Haltung und Prägung sowie meine Wahrnehmungen hinsichtlich Diversität, Integration / Inklusion und Chancengerechtigkeit theoriebasiert systematisch und kritisch reflektieren. Ich kann auf dieser Grundlage meine Haltung im Kontext diversitäts- und heilpädagogisch relevanter Systeme und Zusammenhänge systematisch, kritisch und reflexiv kontinuierlich weiterentwickeln, sodass daraus optimierte Lernbedingungen für alle Schüler*innen mit besonderem Augenmerk auf diejenigen mit besonderen Lernausgangsbedingungen resultieren (bezogen auf Haltungen, Strukturen und Praxis).
IO.03.02 - Heilpädagogische Intervention adaptiv gestalten: Ich kenne einige zentrale, theoretisch begründete Interventionsmassnahmen für Schüler*innen mit besonderen Lernausgangsbedingungen und kann zentrale Fördermethoden/-ansätze oder Elemente davon umsetzen.
IO.04.01 - Handlungsbedarf erkennen und relevante Fragestellungen finden: Ich erkenne Situationen, in denen Teilhabe am aktuellen und/oder späteren Leben gefährdet ist. In Absprache mit anderen am Förderprozess beteiligten Personen, gelingt es mir, den Handlungsbedarf prägnant zu benennen und relevante Fragestellungen für die Situationsanalyse zu finden.
EO.04.03 - Beurteilen & Evaluieren: Quellen, Informationen und
Daten beurteilen, den Forschungs- und Entwicklungsprozess evaluieren: Ich kann durch unterschiedliche Forschungszugänge (bspw. Methoden) einen Perspektivenwechsel erwirken. Ich kann Wissenslücken benennen und setze mich aktiv damit auseinander.
EO.07.01 Umsetzen & Verantworten: Forschungs- und Entwicklungsprojekte planen und lancieren, Forschungs- und Entwicklungsprozesse leiten und umsetzen und den Informationsfluss sicherstellen: Ich kann einen Forschungs- bzw. Entwicklungsprozess gezielt auf meine Situation hin planen und durchführen, habe dabei den Überblick über die einzelnen Veränderungsschritte und setze diese zielorientiert um.
Ich leite die einzelnen Schritte des gesamten Umsetzungsprozesses gezielt und verantwortlich an und sorge für eine sichtbare und nachhaltige Implementation auf den involvierten Ebenen des Gesamtsystems. Ich informiere die Beteiligten gezielt. Informationen hole ich aktiv ein. Ich setze Termine und lege Aufgaben fest.
EO.08.01 - Reflektieren & Kommunizieren: Ich kann gemeinsam mit anderen Regeln formulieren, um in einem forschend-entwickelnden Prozess Schwierigkeiten zu vermeiden bzw. zu beseitigen. Ich leite reflektierend Implikationen aus einzelnen Erfahrungen von Entwicklungs- und Forschungsprozessen ab und passe Umsetzungsschritte falls notwendig situativ an. Die gemachten Erkenntnisse kann ich gewinnbringend nutzen.
Die Umsetzung wird praxistauglich dokumentiert (Journal als Kommunikationsmittel für Mentor*in/andere Studierende). Ich kenne unterschiedliche Formen der Präsentation von Forschungsergebnissen und nutze diese je nach Zielpublikum unterschiedlich. Ich wende eine präzise, adressatengerechte Sprache an, um eigene Erkenntnisse darzustellen. Ich habe eine hohe Zielklarheit in Bezug auf meine Forschung (zeigt sich bspw. an einem erstellten Evaluationsinstrument) und zeige eine selbstkritische Haltung
ZENTRALE KONZEPTE:
Im Mentorat werden zentrale Konzepte aus den Themenbereichsmodulen aufgegriffen und zum eigenen Berufsalltag in Beziehung gesetzt. Zusätzlich wird im Mentorat auch das Konzept des förderdiagnostischen Arbeitens eingeführt.
Lehr- und Lernformen
Es handelt sich um ein Blended-Learning-Modul. Im Modul Mentorat und Förderdiagnostik passiert schwergewichtig die Anwendung des Gelernten auf den eigenen Praxisalltag.
Form des Leistungsnachweises
Schriftliche Leistungsnachweise LN NiDIS und LN FUTURE
Präsenzpflicht
Für alle Module des MA SHP gelten die folgenden vier Präsenzregelungen:
1. Während der Präsenzanlässe wird kooperativ gearbeitet; es wird deshalb grundsätzlich Präsenz erwartet.
2. Kann man nicht an Präsenzanlässen teilnehmen, meldet man sich bei den zuständigen Dozierenden ab.
3. Wer nicht teilnehmen kann, arbeitet die Inhalte selbständig auf.
4. Wenn ganze Halbtage in einem Modul (am selben Präsenztag) verpasst werden, müssen Kompensationsleistungen erbracht werden.
Details und die rechtlich verbindlichen Bestimmungen können bei Bedarf den Modulkarten der einzelnen Module entnommen werden.
Ergänzungen
Wer mit einem privaten Gerät Videos für das Modul (oder den LN oder die Prüfung) erstellt, muss die private Cloud deaktivieren. Die Videos dürfen nur in dafür vorgesehene Clouds hochgeladen werden (siehe Weisung, gültig ab 01.09.2025). Nach dem Hochladen müssen die Videos vom privaten Gerät gelöscht werden.