Schul(um)bauprojekte steuern – neue Aufgaben der Schulleitung

Neubau-, Sanierungs- und Instandhaltungsmassnahmen bieten die Möglichkeit für ein Update der räumlichen Lernumgebung. Mithilfe der DVS Schulbaurichtlinien und dem Schulbaukompass.ch werden zentrale Schnittstellen für die Steuerung, als auch die neue Rolle der Schulleitung, dargestellt.

Ziele:
- Behördenmitglieder und Schulleitungen erwerben Wissen zu einer planungsphasenkonform SchulRAUMentwicklung, entsprechend den sia Normen: Bauplanung 112 und 101 Leistungen Bauherren
- Diskussion der Schulbauleitlinien sowie Transfer auf eigene Fragestellungen
- Rollen und Aufgaben der Schulleitung werden beispielhaft vorgestellt
- Der Mehrwert eines fachübergreifenden Trialoges zur Optimierung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses bei anstehenden Schulbaumassnahmen wird verdeutlicht

Inhalte:
Folgende Fragen strukturieren den Ablauf der halbtägigen Weiterbildung: Wie kann der traditionelle Dialog zwischen Bauherr:in/Verwaltung und Planenden zu einem Trialog mit der Schule erweitert werden?
Wie können Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung: Schule als Lern-, Lebens- und Gestaltungsraum; (Lehrplan 21) strukturiert in Planungsprozess eingebunden und räumlich übersetzt werden?

Wir gehen auf Herausforderungen im Rahmen von Schulbaumassnahmen ein.

Ausgangspunkte:
Schulleitungen befinden sich oft als architektonischer Laie in einer vielfach ungeklärten (Neben-) Rolle. Ziel ist es diese Rolle zu stärken und zu klären.

Schulleitungen stehen vor neuen Aufgaben:
• pädagogische Nutzungsanforderungen in die Konzeption und Planung einbringen,
• unter Berücksichtigung der Zielsetzungen der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie
• aktueller Lernraumkonzepte und in Abstimmung mit dem Schulteam

Herausfordernde Rahmenbedingungen:
• dies oft unter Zeitdruck und ohne zusätzliche Ressourcen und fachlicher Unterstützung.
• Anhand von Bauplänen die räumliche Übersetzung der pädagogisch-prozessualen Anforderungen zu überprüfen.

Themen und Fragestellungen von Behörden und Schulleitungen, auf die wir eingehen:
• Wie, wann und in welcher Form sollen schulische Akteure eingebunden werden?
• Welches pädagogisch-räumliche Wissen kann von Seiten der Schulleitung und des Teams eingebracht werden?
• Wann und wo braucht es eine ergänzende externe pädagogisch-räumliche Fachexpertise?
• Welches Schulraumkonzept kann einerseits die aktuellen Bedürfnisse des Schulteams aufgreifen und andererseits langfristig eine tragfähige und entwicklungsoffene Grundstruktur auf?
• Wie umgehen mit schwankenden Schülerzahlen?
• Wie können durch hybride Nutzungen Synergien erzeugt werden?
Arbeitsweise:
Nach einer Einführung erläutern die Teilnehmer:innen ihr Anliegen. Die Diskussion der Fragen wird mit konkreten Beispielen (z.B. Schulneubau Adligenswil) und dem Konzept der Schulraumentwicklung im Trialog verbunden. Einerseits findet eine Arbeit mit den Schulbauleitlinien statt und andererseits wird
SB
SL
Kursleitung: Andreas Hammon
Cornelia Dinsleder, Dozentin PH Luzern
Kursdauer: 3.50 Std.
Kursregion: PH Luzern
Organisator: PH Luzern
Subv. Tn-Beitrag: CHF 70.00
Kurskosten: CHF 140.00
Daten:
Fr24.04.202608:30-12:00
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